
Als Coach bekomme ich durch die Veränderung im Denken, Fühlen oder Handeln von meinen KlientInnen häufig ein Feedback zu meiner Arbeit. Wobei ich es so sehe, dass die meiste Arbeit bei meinem Gegenüber liegt. Durch diese wahrgenommene Veränderung sehe ich einen Erfolg – ganz ohne Worte. Gleichzeitig freue ich mich darüber, wenn ich ein Feedback in verbaler Form bekomme, zumal, wenn es positiv ist. Es ist eine Anerkennung und Wertschätzung meiner Arbeit.
Und weil ich das so zu schätzen weiss, verwundert es mich immer wieder, dass dieses im Arbeitsleben so häufig nicht passiert. Mangelnde Wertschätzung gehört zu den Top Five der Kündigungsgründe. Dabei ist es doch so einfach, mal ein „Hast Du wirklich gut gemacht.“ oder „Ich schätze Dein Engagement sehr.“ zu sagen. Dieses wirkt auf einer tieferen Ebene, wir fühlen uns anerkannt und als Menschen gesehen – ein Grundbedürfnis von uns allen.
In meinen Coachings habe ich häufiger mit Menschen zu tun, denen dieses am Arbeitsplatz fehlt. Das führt nicht direkt zu einer Kündigung, kann aber einen Beitrag dazu leisten – zu Demotivation führt es am Ende auf jeden Fall. Demotivation kostet Energie, die am Arbeitsplatz fehlt und sich negativ auswirkt – auch auf die Umgebung.
In einem aktuellen Coaching ist es so, dass meiner Klientin die Wertschätzung seitens der Führung komplett fehlt, zwischendurch hagelte es ausschließlich Kritik. Sich deshalb von ihrem Arbeitgeber zu trennen war aus verschiedene Gründen keine Option. Von anderen Stellen (Kunden, Projektteilnehmende) war das Feedback dagegen außerordentlich positiv.
Im Laufe des Prozesses konnte meine Klientin die Einstellung gewinnen, dass sie von der Führung in Sachen Wertschätzung nichts erwartet und sich durch stärkeres Netzwerken positives Feedback von außen holt. Damit kommt sie jetzt ziemlich gut klar – für den Moment.
(Obiges Bild wurde mit Hilfe der KI erstellt)
